Ein neuer Trend ist geboren und schwappt vom Silicon Valley direkt zu uns rüber: Digital Detox – der bewusste Verzicht auf elektronische Geräte. Wir lassen es für einen bestimmten Zeitraum mit unserem heißgeliebten Computer und mit dem ständig bei uns liegendem Smartphone sein und ziehen uns zurück.

Ziel des Digital Detox ist, dass wir digitalen Vernetzungsjunkies offline gehen, um wieder richtig abzuschalten und mehr Kontakt mit der realen Welt aufnehmen. Die ersten Digital-Detox-Camps werden jetzt auch in Deutschland angeboten. Es gibt keine elektronischen Geräte, es wird nicht über die Arbeit gesprochen und es gibt keinen Alkohol, um ein paar Parameter des Camps zu nennen. Die Teilnehmerzahlen sind stark steigend.

Ziel dieser Camps ist auch, dass wir uns selbst und die Natur wieder finden. Damit wir uns selbst wiederfinden, setzt das voraus, dass wir uns vorher verloren haben. Haben wir das? Ich arbeite schon durch meinen Beruf viel am und mit Computer/Smartphone. Das Equipment wird selbstverständlich durch ein Tablet ergänzt, das mir noch mehr Flexibilität gibt.

Ich erwische mich regelmäßig, dass ich in meiner Freizeit dem Informationsüberfluss nicht genug Einhalt gebiete. Nur noch mal schnell die Emails checken, Facebook aufmachen oder kurz was recherchieren. Dann ist eine weitere Stunde meiner Lebenszeit herum, die ich vermutlich hätte sinnvoller verbringen können. In ein paar Punkten muss ich mich selbst an die Nase fassen: Ich verbringe mehr Zeit online, wie es nötig wäre. Ich surfe mehr in Internet rum, als es wirklich hilfreich ist. Ich bin mehr digital unterwegs, wie mir an manchen Tagen gut tut.

Gott sei Dank sitze ich sehr wenig vorm Fernseher und mache jede Woche 3 Mal mindestens eine Stunde Sport. Aber ich achte zu wenig darauf, wie viel Zeit ich online verbringe, sage aber auf der anderen Seite andauernd, dass ich zu wenig Zeit habe. Fakt ist, dass ich meine zur Verfügung stehende Zeit bewusster verwenden könnte. Bei kritischer Betrachtung stelle ich ehrlich fest: Ich zeige erste Anzeichen einer Onlinevergiftung.

Meine drei Versprechen an mich selbst mit sofortiger Wirkung:

  • Ich stelle mir beim Surfen den Wecker, damit ich nicht länger als gewollt online bin.
  • Ich führe mindestens einen computerfreien Abend pro Woche ein.
  • Ich schaffe mir drei Stunden Zeit jede Woche für etwas, wofür ich sonst angeblich nie Zeit habe und verwende sie nur für MICH.

Während ich diesen Blog schreibe, bin ich mir nicht sicher, ob ich den Digital Detox Trend lieben oder hassen soll. Eines weiß ich für mich selbst ganz genau: ich möchte es nicht soweit kommen lassen, dass ich ein Detox Camp in Anspruch nehmen muss, um bei MIR zu sein.

Deshalb bin ich jetzt gleich offline, schnappe mir meine Hündin Tili und gehe bei dem Sauwetter mit Dauerregen spazieren. Tili ist einer meiner natürlichen Wege für Digital Detox. Eines weiß ich dabei ganz genau: Alle Menschen, die mir bei dem Wetter auf weiter Flur begegnen, haben auch alle einen Hund dabei…

 

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Ihre Angélique Morio

 

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